Pic: Lars Setzepafandt

So Alter! Jetzt pass auf!

Einblicke in das glamouröse Leben eines Musikers und Musikproduzenten Ossy Pfeiffer | Musiker | Musikproduzent | emphatisches Weichei

Das ist der letzte und wahrscheinlich auch finale Titel des Buches! 
 

Hier für euch schonmal das Vorwort... Wann und auf welchem Weg es erscheinen wird, weiß ich noch nicht. Hab gute Gespräche mit einem Verlag geführt, der interessiert ist. Stay tuned!

„Nein Ossy, das musst Du verstehen“

So beginnen die meisten Absagen was die eigene Kunst angeht. „OK - Atme tief durch - Du darfst nicht beleidigen oder handgreiflich werden - vielleicht wäre das ja ne amtliche Promo - obwohl - nein, das bist Du nicht.“ Diese Gedankenspiele schwirren mir dann regelmäßig durch den Kopf. Es kann schon sein, dass man im Alter entspannter wird. Ich habe aber noch Feuer unterm Hintern und bin zumindest was meine Kunst angeht weit davon entfernt. Nach außen wirke ich zwar im Laufe der Zeit cooler und habe natürlich gelernt mich zusammen zu reißen, bin mir aufgrund von Erfahrungswerten bewusst, was Explosionen für Konsequenzen nach sich ziehen. Innerlich brodelt es aber wie immer, habe nur gelernt damit besser um zu gehen!

Los geht’s - mein erstes Buch! Wie schreibt man überhaupt ein Buch? Sollte ich nicht doch lieber Audio aufnehmen und jemand, der das schonmal gemacht hat hört sich das Sammelsurium an und bringt es in Form? Da müsste ich recherchieren, in dem Bereich kenne ich keinen wirklich gut. Das kostet auch wieder Geld oder große Gefallen… 
Ob das dann auch wirklich von mir ist und nicht unehrlich, weichgespült, angepasst? Ghost Writer? Nein! Ich mache das schön selbst und frage meinen besten Freund und Bassisten Lars Lehmann, ob er den Quatsch wenigstens grammatikalisch korrigiert. Lars hat Journalismus studiert, war u.A. Chefredakteur einer Fach-Zeitschrift und blickt lang. Vor Allem kennt er mich sehr gut. Na dann, viel Spaß, Lars ;) Hahahaha! Sein Gesicht würde ich jetzt zu gerne sehen!

Wer bin ich überhaupt? Diese Frage stelle ich mir selbst regelmäßig! Das sollte man auch. Reflexion ist wichtig! Ich ergänze: Noch wichtiger ist die Frage: „Bin ich ein Arschloch?“ Bislang habe ich mir selbst die Frage vor dem Spiegel erfolgreich mit „NEIN!“ beantworten können!

Warum heißt der Titel des Buchs „So Alter! Jetzt pass auf“?

So beginnt JEDER Anruf, jeder Chat in unserem engen Kreis, wenn es um eine abstruse Story geht. Die „Gegenstelle“ weiß dann umgehend Bescheid. Je nach Umstand, Zeit und aktueller Produktion lacht man, rollt mit den Augen oder atmet einfach nur schwer durch zu Beginn der Kommunikation.

Geboren wurde ich am 23.02.1970 in Beirut als Sohn einer… Ach quatsch! Guckt bei Wikipedia! Ja, ich hab einen Eintrag. Bin „wichtig“ - Hahaha! Obwohl man den glaub ich selbst erstellen kann.

Ganz einfach: Ich mache Musik, seit ich denken kann und empfinde mich zu 100% als Künstler.

OK - warum schreibe nun ich ein Buch?

Seit über 30 Jahren bin ich pausenlos aktiv im Musikgeschäft, habe an Absurditäten fast alles erlebt. Lustige Live und Studio-Geschichten, Freundschaft, Liebe - aber leider auch Neid, Missgunst. Hass und Verrat. Wollte ich schonmal alles hinschmeißen? Na klar! 
Ständig diskutiere ich mit mit meiner Frau Anca Graterol - selbst Musikerin und Inhaberin des Frida Park Studios, wo ich arbeite, meine große Liebe und allerbeste Freundin - telefoniere und chatte mit Freunden, Kumpels. Wer aber wirklich, von ganzem Herzen Künstler ist, der KANN gar nicht aufhören! Man ist das oder eben nicht! Zitat Anca: „Wer mit dem Musik machen aufhört, war nie wirklich Künstler!“ Der Austausch im sehr engen Kreis ist essenziell notwendig. Regelmäßig! Sonst wird man zum verbitterten Arschloch. 
Bin ehrlich: Dieses Buch hilft in erster Linie mir selbst, damit ich den ganzen Unfug besser verarbeiten und ertragen kann. Natürlich ist es auch eine Abrechnung mit vielen „Spezialisten“. Dann kommt ihr als mein Publikum und meine „Mitteilungsfreudigkeit“. 
Keine Sorge: Bei den fiesen Geschichten werde ich keine Namen nennen, obwohl ALLE es verdient hätten an den Pranger gestellt zu werden, dämliche Hackfressen!

Ein Mann, ein Wort?

Bin mir nach all den Jahren nicht mehr sicher, ob das jemals gegolten hat. Im Grunde waren das Gerede und die Versprechen in der Retrospektive immer irgendwie leer. 
Durch soziale Netzwerke hat jetzt zusätzlich jeder ein Mikrofon bekommen, darf scharf feuern und kommt sogar ungestraft damit durch! Bekannte Menschen mit eigentlicher Vorbild-Funktion verhalten sich öffentlich wie komplette Vollidioten und machen es den kommenden Generationen vor: „Cool, so geht das - geil - mache ich jetzt auch“. Du kannst Dir Respekt im Grunde gar nicht mehr verdienen, da Empathie weggezüchtet wird. Jeder darf und macht alles - auch lügen - direkt unverblümt ins Gesicht! Es kann natürlich sein, dass jemand in einer bestimmten Situation wirklich vor hatte zu helfen oder sein Wort zu halten, es dann aber durch widrige Umstände nicht konnte. Was mich angeht bin ich dann immer ehrlich! Nie sage ich etwas zu, was ich nicht halten kann. Wenn etwas dann doch nicht klappt (kommt sehr selten vor) biete ich immer rechtzeitig eine Alternative an, und  entschuldige mich vor Allem aufrichtig.

Hier nun einige Stories, die sich 100% so zugetragen haben - Ein unsortiertes Sammelsurium an Geschichten ohne Relevanz der Reihenfolge aus dem ach so glamourösen Leben als Musiker und Musikproduzent. In den sozialen Netzwerken hätte ich jetzt geschrieben: „Darf gerne geteilt werden“ ;) In diesem Fall wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen! Wenn Euch das Buch gefallen hat, empfiehlt es weiter!

 

Euer Ossy